Vor dieser Saison wechselte Dejan Radonjic von Austria Wien zur SV Oberbank Ried. „Es ist immer etwas Besonderes, gegen seinen ehemaligen Verein zu spielen. Ich hatte bei der Austria eine schöne Zeit. Jetzt liegt aber mein voller Fokus auf Ried. Und wir werden alles dafür tun, dass wir drei Punkte holen“, betont der 21-jährige Innenverteidiger. „Dafür müssen wir den Plan vom Trainer wieder gut umsetzen und mit Mut und Dominanz auftreten. Dann haben wir mit unseren Fans im Rücken gute Chancen auf einen Sieg. Für die Austria ist die Situation momentan natürlich nicht einfach. Dort wo sie jetzt stehen, ist es sicher nicht ihr Anspruch. Ich finde, unsere Lage ist aktuell richtig gut. Wir sind wieder einen Schritt weitergekommen. Wenn wir so weitermachen und beim Heimspiel gegen die Austria auch noch drei Punkte holen, schaut es richtig gut aus.“
„Auch in Innsbruck noch nicht alles dort, wo wir es gerne hätten“
SVR-Sportdirektor Lukas Brandl analysiert die aktuelle Situation nach dem Sieg gegen WSG Tirol: „Wir gehen aus dem Spiel gegen die WSG natürlich mit einer breiten Brust in die nächste Runde. Gleichzeitig muss uns allen klar sein, dass auch in Innsbruck noch nicht alles dort war, wo wir es gerne hätten. Die Austria hat einen guten Trainer und einen guten Kader, die derzeitige Punkteausbeute spiegelt ihre Qualität überhaupt nicht wider. Wir müssen ein Top-Spiel machen, wenn wir anschreiben wollen.“
„Gemeinsam mit unseren Fans an die letzten Leistungen anknüpfen“
SVR-Cheftrainer Mario Despotovic blickt noch einmal auf das Match am vergangenen Wochenende zurück: „Der 2:1-Auswärtssieg in Tirol hat uns natürlich gefreut und die drei Punkte geben uns zusätzliches Selbstvertrauen. Diesen Schwung wollen wir in unser nächstes Heimspiel mitnehmen.“ Zum Spiel gegen die Austria sagt der SVR-Cheftrainer: „Mit Austria Wien kommt eine Mannschaft nach Ried, die über viel individuelle Qualität verfügt. Wir erwarten ein intensives Spiel, wollen zu Hause aber dominant auftreten, offensiv Fußball spielen und uns gute Torchancen erarbeiten. Gemeinsam mit unseren Fans wollen wir an die letzten Leistungen anknüpfen und alles daransetzen, die nächsten Punkte zu holen.“
Die SV Oberbank Ried hat in der vergangenen Runde der Admiral Bundesliga die WSG Tirol auswärts mit 2:1 besiegt. Für die Rieder Treffer sorgten Stefan Schwab (15., Elfer) und Philipp Pomer (43.). Ried ist jetzt mit elf Punkten Tabellensechster. Austria Wien musste sich zuhause Sturm Graz mit 0:2 geschlagen geben. Die Wiener nehmen mit sieben Zählern den zehnten Platz in der Tabelle ein.
Personalsituation
Alessandro Goiginger fällt aufgrund seiner Kreuzband-Verletzung weiterhin aus.
Das letzte Aufeinandertreffen
Zuletzt spielten die SV Oberbank Ried und Austria Wien am 8. März 2026 in der 22. Runde der vergangenen Bundesliga-Saison in Ried gegeneinander. Die Austria siegte mit 2:0. Es scorten Abubakr Barry (56.) und Aleksandar Dragovic (73.).
Die Zahlen zum Spiel
Insgesamt trafen die SV Oberbank Ried und Austria Wien in der Bundesliga bisher 90-mal aufeinander. Von diesen 90 Spielen konnte Ried 20 Spiele für sich entscheiden, 22 Partien endeten mit einem Unentschieden. 48-mal war die Austria erfolgreich – bei einer Gesamttorbilanz von 144 zu 78 für die Wiener.
Spieltagsfact
Die SV Oberbank Ried weist gegen Austria Wien in der Bundesliga eine positive Heimbilanz auf: 17 Siegen stehen bei 13 Unentschieden 15 Niederlagen gegenüber.
„Rassismus verliert. IMMER.“ beim Spiel gegen die Austria
Im Rahmen der österreichweiten Mitmach-Kampagne tragen die Bundesliga und ihre Klubs die Botschaft „Rassismus verliert. IMMER.“ in den Profifußball. Mit Statements, Fotos, Videos und Aktionen rund um Ligaspiele machen sie deutlich, dass diskriminierendes Verhalten weder auf dem Spielfeld noch auf den Tribünen oder im Vereinsumfeld Platz hat. Die fairplay-Aktionswochen finden von 1. bis 31. Oktober 2026 statt, bei der SV Oberbank Ried jetzt im Rahmen des Spiels gegen die Austria. Sie werden von fairplay – Initiative für Vielfalt und Antidiskriminierung koordiniert und gemeinsam mit den Fachverbänden Fußball (ÖFB), Basketball (Basketball Austria) und Eishockey (OEHV) sowie der Österreichischen Fußball-Bundesliga umgesetzt.
Betroffen von Rassismus sind all jene, die nicht-weißer Hautfarbe sind (BPoC steht für Black and People of Color) und/oder als einer „anderen“, nicht der Mehrheit entsprechenden, Herkunft, Kultur oder Religion angehörig wahrgenommen und abgewertet werden. Das sind schwarze Menschen ebenso wie Roma und Sinti, Menschen aus dem arabischen und asiatischen Raum, Jüd:innen oder ethnische Minderheiten. Wir alle haben Verantwortung, rassistischem Denken und Handeln keinen Platz zu geben und von Anfang an entgegenzutreten.



