„WELLE GEGEN GEWALT“

INITIATIVE DES BUNDESMINISTERIUM FÜR INNERES, DES ÖSTERREICHISCHEN FUSSBALLBUNDES UND DER ÖSTERREICHISCHEN FUSSBALLBUNDESLIGA

Mit Saisonbeginn 2009/2010 starten das Bundesministerium für Inneres, der Österreichische Fußballbund, die Österreichische Fußballbundesliga und die Vereine der beiden obersten Spielklassen mit einer Aktion gegen Gewalt im Fußball.

Unter dem Motto „Die Welle gegen Gewalt“ setzen die Vereine in den ersten vier tipp 3-Bundesliga powered by T-Mobile-Runden und der zweiten und dritten ADEG Erste Liga Runde  (im ersten Heimspiel der einzelnen Mannschaften)  ein Zeichen gegen Gewalt im Fußball. zum VIDEO! Hintergrund Ziel dieser Initiative ist der respektvolle Umgang innerhalb der Fanszene bzw. unter den Fangruppen verschiedener Couleurs sowie vor allem auch die Intensivierung der Kommunikation und Kooperation zwischen den Verantwortungsträgern des Bundes, der Fußballorganisationen, Vereinen und Fangruppen zur Verhinderung der Gewalt bei Fußballsportveranstaltungen.

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Im Fokus dieser gemeinsamen Initiative steht daher ein landesweites Präventionsmaßnahmenpaket, das kooperativ und nachhaltig zur Verhinderung von Gewalttaten bei Fußballsportveranstaltungen umgesetzt werden soll. Präventionsmaßnahmenpaket Erfahrungen im internationalen Fußball haben gezeigt, dass insbesondere die präventive Fanarbeit einen zentralen Beitrag gegen Gewalt im Fußball leistet. Es gilt daher, die Gewaltprävention auch im Fußballbereich in Österreich flächendeckend zu fördern.

Durch Informationsveranstaltungen von speziell ausgebildete Präventionsbeamten sowie Szenekundigen Beamten, soll in Schulen, Jugendzentren, Fußballvereinen und Fußballfanclubs zur Verhinderung von Gewalttaten bei Fußballsportveranstaltungen beigetragen werden. Damit werden erstmalig in Österreich flächendeckend richtungsweisende Akzente gesetzt, die zum einen die Fußballgewaltprävention an Schulen aber auch die einzelnen Vereine und Fanclubs mit einbeziehen. Hierbei ist die Arbeit mit Jugendlichen, mit der so genannten „next generation“ von Fußballfans, die im Alter zwischen 13 bis unter 18 Jahren bereits Tendenzen zur Gewaltbereitschaft zeigen, vorrangig. Diese Jugendlichen sollen mit langfristig konzipierten und nachhaltigen Präventionsmaßnahmen erreicht werden. Präventionsmaßnahmen an Schulen und Jugendzentren

Das Bundesministerium für Inneres hat einen Schulungsleitfaden entwickelt, der Grundlage für die landesweite Umsetzung eines Präventionsmaßnahmenpaketes durch die Exekutive bietet.

Die Schwerpunkte:
Die Vermittlung positiver Fußballleidenschaft und Fanstimmung
Das Erlernen von Akzeptanz und Fairness („Wir-Gefühl“)
Das Verlieren lernen (Selbstsicherheit Identitätsstärkung)
Die Normverdeutlichung bei Fanfehlverhalten (Unrechtsbewusstsein)
Die Folgen bei Fanfehlverhalten
Die Transparenz und Kommunikation der Polizeiarbeit

Prävention in Vereinen und Fanclubs
Durch Vorträge und Informationsveranstaltungen in Vereinshäusern und Fanclubeinrichtungen soll es zur Beratung und Diskussion kommen. Das in den Vereinen bewährte Netzwerk der Szenekundigen BeamtInnen wird dabei in die präventive Fanarbeit eingebunden und umgesetzt.

Die Schwerpunkte:
Die Transparenz und Kommunikation zwischen Vereinen/Fanclubs und Polizei
Das Fanfehlverhalten und sein Folgen
Die Normverdeutlichung (Hausrecht / StGB)
Die SKB mit seinen Aufgaben als verlässliche Ansprechpartner

Auch die Beratung von Vereinsvorständen, FanclubmitgliederInnen, FanbetreuerInnen und nicht zuletzt die Hilfe für Opfer von Gewalt sind dabei zentrale Aspekte. Service Point Zu Saisonstart soll für ein Spiel (das erste Heimspiel des jeweiligen Vereines) in der tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile ein eigener Service Point, besetzt mit einem SKB und dem jeweiligen Sicherheitsverantwortlichen der Vereine, angeboten werden. Damit soll sowohl die Transparenz der Polizeiarbeit in und um die Stadien als auch die Zusammenarbeit mit den Vereinen und Fanclubs nachhaltig verbessert werden.
Auch hier steht die Informations- und Aufklärungsarbeit (Fanfehlverhalten, Normverdeutlichung) im Vordergrund.   Nachhaltigkeit Dieser Schritt soll keine isolierte Einzelmaßnahme bleiben. Eine nachhaltige Tragweite und Bedeutung bekommt das Konzept durch die Vernetzung verschiedener Maßnahmen, vor allem durch den Aufbau und die laufende Pflege des Kommunikationsnetzwerkes mit den jeweiligen Verantwortungsträgern im Fußball sowie ÖFB, BL und Vereinen und einer regelmäßigen Wiederholung der Kampagne zu Saisonstart.

Plakatkampagne „Die Welle gegen Gewalt“
Umrahmt wird dieses Maßnahmenpaket von einer bundesweiten Plakatkampagne, die Aufmerksamkeit und Interesse wecken und das Bewusstsein gegen Gewalt im Sport fördern soll. Entsprechende Flyer und Folder begleiten diese Kampagne sowie Silikonarmbänder, durch deren Tragen man als Einzelner das Zeichen setzen kann, nämlich: „Die Welle gegen Gewalt. Ich bin dabei!“. Als Slogan wurde „Die Welle gegen Gewalt“ gewählt: Die Welle ist ein beliebtes und positiv besetztes Gestaltungs- bzw. Choreografiemittel der Fans, um ihrer Freude und Begeisterung für ihre Mannschaft Ausdruck zu verleihen.
Die Welle setzt sich über alle Fangruppierungen hinweg, schafft ein Gefühl der Einigkeit und vereint alle Fans im Stadion im Sinne eines „Miteinanders“. „Die Welle gegen Gewalt“ soll dieses Miteinander aufgreifen und die Menschen dazu bringen gemeinsam gegen Gewalt aufzutreten. Ausgehend von zehn Top-Stars der tipp 3-Bundesliga powered by T-Mobile soll die Welle im ganzen Land spürbar werden.
Vor allem junge Fußballfans können sich mit dieser Aktion identifizieren, gerade „ihre“ Idole, ihre Helden auf diesem Plakat Pate stehen für ein friedvolles, begeisterndes und positives Miteinander im Fußball.

Weitere Informationen zu dieser Initiative sind auf der Homepage des BM.I, des ÖFB und der Österreichischen Fußballbundesliga sowie auf den Websites der tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile bzw. ADEG Erste Liga zu finden. Ebenso kann dort das Poster zur diesjährigen Aktion downgeloadet werden.

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