„Es war einfach nur geil!“

Gleich bei seiner ersten Einberufung ins Nationalteam kam Daniel Royer zu seinem ersten Länderspiel-Einsatz. Der 21-jährige SVR-Kicker spielte im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion in Wien die letzten zehn Minuten im EM-Qualifikationsmatch gegen Deutschland.

Daniel, Du bist gleich bei Deiner ersten Einberufung ins Nationalteam zum Einsatz gekommen. Und das gegen Deutschland. Wie war das Gefühl, als du eingetauscht worden bist?  

Das war unbeschreiblich. Es hat mir voll getaugt! Ich war überhaupt nicht nervös, ich hab mich nur gefreut. Es war einfach nur geil! Ich wollte dann auch noch etwas bewegen.  

Du hast die letzten zehn Minuten gespielt. Bist Du mit Deinem Auftreten zufrieden?  

Es waren zwei, drei gute Aktionen. Ich habe geschaut, dass ich noch ein bisschen einen Wirbel hineinbringen kann. Das ist für zehn Minuten glaube ich gut gelungen.  

Wie groß war die Enttäuschung, dass das Spiel dann noch verloren ging?
  
Ich habe mich sehr geärgert. Das war echt bitter, die Mannschaft war sehr enttäuscht. Es war viel mehr drin, mindestens ein „x“ und auch der Sieg wäre drin gewesen.

Du warst beim entscheidenden 1:2 hautnah dabei?  

Ich habe bei der Flanke gesehen, dass keiner mit Gomez mitgeht, deshalb bin ich mitgegangen. Gomez war eigentlich nicht mein Gegenspieler. Ich denke, dass eigentlich ein anderer mit Gomez hätte mitgehen müssen.

Du bist zum ersten Mal beim Team mit dabei? Wie ist die Atmosphäre in der Mannschaft?
  
Mir taugt das voll. Es ist eine sehr gute Atmosphäre, alles läuft sehr gut ab. Ich fühle mich sehr wohl. Gegen Lettland wollen wir jetzt natürlich gewinnen. Ich hoffe, dass ich noch zu einem Einsatz komme.  

Hast Du mit einem Einsatz gegen Deutschland gerechnet?
  
Der Teamchef hat eine Anspielung gemacht, dass ich reinkomme, wenn es der Spielverlauf verlangt. Deshalb habe ich mich ein bisschen darauf eingestellt und ich war dann überhaupt nicht nervös.

Welchen Stellenwert hat dieses erste Spiel in der Nationalmannschaft in Deiner Karriere? 

Für mich hat dieses erste Spiel in der Nationalmannschaft einen riesigen Stellenwert. Der Cup-Sieg mit Ried war ein Wahnsinn, ein paar Tage danach gleich dann ein Qualifikationsspiel gegen Deutschland. Diese Woche ist natürlich in der eigenen Lebensgeschichte etwas ganz Besonderes.

Rechnest Du jetzt mit weiteren Einberufungen?  

Das kann man nicht beurteilen. Da spielen so viele Faktoren mit. Das kann man nie sagen. Ich schaue, dass ich für die SV Ried die beste Leistung bringe. Eine Einberufung liegt dann nicht mehr in meiner Hand. Aber mir taugt das natürlich. Dieser Einsatz war eine Bestätigung meiner Leistungen. Ich habe immer versucht mein Bestes zu geben und mich weiterzuentwickeln.

Was planst Du für Deine weitere Karriere? 

Im Fußball kann man nichts planen. Ich lasse alles auf mich zukommen. Ich bin noch jung, natürlich träume ich auch von einer Top-Mannschaft im Ausland. Am meisten taugt mir die deutsche Bundesliga, aber auch die spanische. Der Sprung dorthin ist aber nicht so einfach, das wäre jetzt noch zu weit hergeholt.