Knappe 0:1-Heimniederlage

Zum Auftakt der 29. Runde der tipico Bundesliga musste sich die SV Josko Ried gegen SK Rapid Wien knapp mit 0:1 geschlagen geben. Die Innviertler konnten aus ihren Torchancen kein Kapital schlagen, im Gegensatz zu den Hütteldorfern, die eiskalt ihre Chance nutzten. Für die Rieder ist es ein Rückschlag im Kampf um den fünften Tabellenplatz.

 

6500 Zuseher in der Keine Sorgen Arena sahen einen schwungvollen Start der Innviertler. Gleich zu Beginn fanden die Rieder gute Tormöglichkeiten vor. Denis Thomalla (4.) zirkelte einen Freistoß aus rund 20 Meter über die Mauer, doch Rapid-Goalie Novota war zu Stelle. Nur drei Minuten später verfehlte Clemens Walch (7.) mit einem Kopfball nur knapp das Tor. Erst nach rund einer Viertelstunde konnten sich die Hütteldorfer fangen, aber von Gefährlichkeit war noch keine Spur. In der Folge wurde die hartumkämpfte Partie immer zerfahrener und war geprägt von einer hohen Fehlpassquote auf beiden Seiten.

 

Wiener gehen in Führung

 

In der 36. Minute jubelten plötzlich die Gäste: Robert Beric bediente nach einem Konter den mitgelaufenen Schobesberger. Der 21-Jährige ließ sich von drei Rieder Verteidigern nicht unterkriegen und versenkte den Ball, mit seinem vierten Saisontor, im Gehäuse von Thomas Gebauer. Nur fünf Minuten später hatte Clemens Walch (41.) beinahe die Antwort parat. Der Goalgetter war nach einem Solo nicht vom Ball zu trennen und kam zum Abschluss, doch Novota verhinderte den Ausgleich. Mit einem knappen Rückstand der Innviertler ging es in die Kabinen.

 

Zweikampfbetonte Partie

 

In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel fand das Spiel die meiste Zeit im Mittelfeld statt und es dauerte bis zur 55. Minute für die nächste gefährliche Torchance der Rieder. Oliver Kragl nahm sich ein Herz und feuerte aus rund 25 Metern einen Gewaltschuss auf das Tor. Rapid-Schlussmann Novota klärte in höchster Not zur Ecke. Auch in der zweiten Hälfte wurde das Spiel von harten Zweikämpfen geprägt. Nach einem Ellbogencheck von Sonnleitner musste Clemens Walch blutend am Seitenrand verarztet werden. Zum Glück konnte der Rieder-Offensivmann weiterspielen.

 

Ried drückt – ohne Erfolg

 

In der letzten Viertelstunde warfen die Rieder alles nach vorne und versuchten mit der Brechstange den erhofften Ausgleichstreffer zu erzielen. Es gelang den Heimischen mit guten Kombinationen in die Nähe des gegnerischen Strafraumes zu kommen, jedoch waren zwingende Torchancen Fehlanzeige. In der zweiten Hälfte zogen sich die Rapidler weit in ihre eigene Hälfte zurück und warteten auf Kontermöglichkeiten, die sie aber nicht konsequent zu Ende spielten. Nach 95 Spielminuten pfiff Schiedsrichter Kollegger die Partie ab. Für Ried war die 0:1-Heimniederlage ein Rückschlag im Kampf um Rang fünf, der eventuell für eine Europa-League-Qualifikationsteilnahme reichen könnte.

 

 

KEINE-SORGEN-ARENA RIED
6.500 Zuschauer
Schiedsrichter: Andreas Kollegger
 
AUFSTELLUNGEN:
SV Josko Ried:
Gebauer – Reifeltshammer, Trauner, Pichler (85./Kreuzer), Filipovic (58./Murg) – Lainer, Elsneg (74./T. Fröschl), Ziegl, Kragl – Walch, Thomalla
 
SK Rapid Wien:
Novota – Schrammel, Sonnleitner, M. Hofmann, Stangl – Behrendt, Schwab – Schobesberger (84./Starkl), S. Hofmann (63./Alar), F. Kainz – Beric
 
TORE:
0:1 (36.) Schobesberger
 
GELBE KARTEN:
Trauner, Kragl, Thomalla bzw. Schwab, Behrendt
 
 
 

SV Josko Ried SPIELDATEN SK Rapid Wien
8 Torschüsse 7
50% Ballbesitz 50%

54%

Zweikämpfe 46%
58% Pässe 61%
8 Ecken 4
9 Flanken

6

0 Abseits 0
14 Fouls 20
die meisten Torschüsse

Kragl (3)

Behrendt (2)

die meisten Vorlagen

Kragl (2)

Beric (1)

die meisten Ballkontakte

Kragl (83)

Schrammel (76)