Saisonstart bei der SV Oberbank Ried: Nächster Schritt zur Etablierung in der Bundesliga

Neuer Trainer, neue Spieler – aber gleiche Ziele: Die SV Oberbank Ried will in der zweiten Saison nach dem Aufstieg den nächsten Schritt zur Etablierung in der Bundesliga setzen. Nach dem Abgang von Trainer Max Senft und einigen Leistungsträgern im Kader wissen die Verantwortlichen um die Herausforderungen, der eingeschlagene Weg wird aber auch mit verändertem Personal konsequent fortgesetzt. Die SV Oberbank Ried startete mit Leistungstests am 22. Juni und dem Auftakttraining in der Sportarena des Spa Resorts Geinberg am 23. Juni jetzt in die neue Saison.

Im neuen Trainerteam unter der Leitung des neuen Cheftrainers Mario Despotovic blieben Co-Trainer Moritz Kossmann, Tormanntrainer Wolfgang Wimmer und Spielanalyst Alfons Fischer. Dazu stießen Marcel Thallinger aus der eigenen Akademie und Judah Davies von Premier League-Aufsteiger Ipswich Town als neue Co-Trainer sowie Marko Lozancic (zuvor Wadi Degla) als neuer Athletiktrainer.

Zum Kader stießen die neuen Jungprofis Sefiwu Abubakar, Alessandro Goiginger, Fabian Lechner, Raphael Pesu, Conrad Scholl, Leonit Zeqiri und Nevio Zotz, die alle den Weg über die Rieder Akademie bzw. die Jungen Wikinger zur Profi-Mannschaft gegangen sind.

 

„Sportlichen Vorstellungen passen sehr gut zu meiner Spielidee“

Der neue Coach Mario Despotovic freut sich auf seine Aufgabe beim Innviertler Traditionsverein und sieht die heimische Bundesliga als spannendes Format. „Die Klub-Verantwortlichen haben mich in den Gesprächen mit ihrer Begeisterung und ihrem Ehrgeiz beeindruckt. Ihre sportlichen Vorstellungen passen sehr gut zu meiner Spielidee.“ Als besonderen Pluspunkt empfindet der 41-Jährige die enge Verbundenheit des Klubs mit der Region und den Fans. „In Ried spürt man, dass die Stadt und die Region für den Verein leben.“ Diese Unterstützung will der Deutsch-Kroate mit harter Arbeit zurückzahlen. Die Fans sollen in der neuen Saison eine Mannschaft sehen, die sehr aggressiv gegen den Ball arbeitet und Dominanz mit dem Ball ausstrahlen kann. „Wir wollen so auftreten, dass wir jeden Gegner in dieser Liga schlagen können.“

 

Mario Despotovic soll Rieder Spielidee weiterentwickeln

Sport-Vorstand Wolfgang Fiala erwartet vom neuen Coach die Weiterentwicklung der Rieder Spielidee. „Wir haben ja schon im Frühjahr damit begonnen und werden dies nicht zuletzt aufgrund der Regeländerungen konsequent weiterverfolgen.“ Der intensive Spielstil, den Gegner mit hohem Pressing unter Druck zu setzen, soll beibehalten werden. In den Ballbesitzphasen will man sich aber mehr Optionen verschaffen, um das Spiel aktiver zu gestalten und besser zu kontrollieren. Fiala ist überzeugt, dass mit Despotovic dafür genau der richtige Mann gefunden wurde. „Er hat uns in den Hearings wirklich überzeugt.“ Neben dem fachlichen Know-how legte man bei der Auswahl auch auf die Persönlichkeit großen Wert. „Ein neuer Trainer muss zur DNA der SV Oberbank Ried passen. Bei diesem einzigartigen Klub mit speziellen Rahmenbedingungen braucht es Mut, Leidenschaft und die Bereitschaft für unkonventionelle Lösungen“, weiß Fiala.

 

„Haben eindrucksvoll bewiesen, dass wir für die Liga eine Bereicherung sind“

Auch Thomas Gahleitner ist vom neuen Coach überzeugt. Der SVR-Klubboss weiß aber auch um die besonderen Herausforderungen in der zweiten Saison nach dem Aufstieg. Trotzdem will man den nächsten Schritt zur dauerhaften Etablierung in der höchsten heimischen Spielklasse setzen. „Ich denke wir haben im vergangenen Jahr eindrucksvoll bewiesen, dass wir für die Liga eine Bereicherung sind“, so Gahleitner. Die notwendigen personellen Veränderungen in der sportlichen Führung und im Kader sieht der Rieder Klubchef als Auszeichnung und Bestätigung für die getätigte Arbeit. „Unsere couragierten und erfolgreichen Auftritte sorgten natürlich für Begehrlichkeiten. Wenn einer unserer arrivierten Spieler den Sprung zu einem internationalen Champions-League-Starter schafft, dann haben wir einiges richtig gemacht.“ Für den Saisonstart bittet Gahleitner den eigenen Anhang um die notwendige Geduld. „Wir haben eine neue sportliche Leitung, neue Spieler und möchten die Spielidee weiterentwickeln. Das wird etwas Zeit brauchen. Trotzdem sehe ich realistische Chancen, dass wir auch heuer um einen Platz im oberen Play-Off kämpfen werden.“

 

Sportlicher Erfolg braucht stabiles wirtschaftliches Fundament

Um den langfristigen sportlichen Erfolg abzusichern, braucht es auch ein stabiles wirtschaftliches Fundament. Auch hier arbeitet der Klub hart daran, die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. „Im Rahmen unserer umfassenden Investitionen in die Infrastruktur wird auch der BWT X Oberösterreichische Business-Club modernisiert und ausgebaut. Damit können wir unseren Sponsoren noch bessere Betreuung anbieten“, so Gahleitner. Der Klubboss lässt aber auch keinen Zweifel daran, dass auch künftig Transfererlöse eine wichtige Rolle für das wirtschaftliche Fundament des Innviertler Bundesligisten spielen werden.

 

„Wollen unsere Region wieder mit unserem Fußball begeistern“

Die Veränderungen im Kader und in der sportlichen Leitung sieht SVR-Kapitän Andreas Leitner als „eine spannende, für dieses Business aber auch normale Geschichte“. „Es überwiegt ganz klar die Vorfreude auf etwas Neues. Es hat sich viel getan und es wird sich noch viel tun. Es ist für uns alle jetzt eine große Freude, dass es wieder losgeht. Wir sind voller Tatendrang“, so Andreas Leitner, der auch klar benennt, was für die Mannschaft das Ziel in der neuen Saison sein muss: „Zuerst müssen wir als Mannschaft zusammenfinden und versuchen, bestmöglich in die Saison zu starten. Wir wollen unsere Region wieder mit unserem Fußball begeistern. Oberstes Ziel bleibt natürlich der Klassenerhalt. Wir haben aber schon gezeigt, was wir zu leisten im Stande sind. Und wir wollen Ried dort etablieren, wo es hingehört: in die Bundesliga!“.